Sonntag, 2. Dezember 2012

all this feels strange and untrue.

es ist voll. das stimmengewirr verschluckt all das, was mir vom tresen aus zugerufen wird, aber eigentlich ist das egal. wir sind nur zu zweit und restlos überfordert - seit stunden auf den beinen, seit tagen ohne wirklich nennenswerte arbeitspause. 
fast automatisch bewegen sich meine beine, als ich mein kunden-lächeln aufsetze und dem verliebt wirkenden pärchen die karten reiche.
ich rattere unser angebot herunter, verheddere mich in meinen worten und stolpere über meine gedankengänge.

ich lasse die beiden allein und hechte zur bar - die damen am anderen tisch tun mir so leid, ich will sie nicht warten lassen, aber ich kann einfach nicht mehr.

die restlichen zwei stunden der schicht fließt zäh und klebrig an mir vorbei.

als ich endlich mit meiner lieblingskollegin vorm personaleingang hocke, braucht es eine weile bis mir auffällt, dass mir vor erschöpfung tränen übers gesicht laufen.
schweigend sehen wir dem rauch zu, der sich seinen weg durch die eisige kälte in den himmel erkämpft.




im moment klingt alles was ich schreibe so unglaublich depressiv. das soll es rein gar nicht sein. es geht mir gut, wirklich, nur kommen mir beim schreiben häufig die gedanken an all das, was im moment nicht so läuft, wie es soll.

ich hoffe, wenn ich mal wieder richtig geschlafen habe, bekomme ich einen anständigen post mit fotos, guten gedanken und einem text über durchgetanzte nächte und durchgefrorene, klebrige zuckerwattehände zusammen - ich hoffe wirklich.

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