Montag, 26. November 2012

silence.

dir ging es die letzten tage schon nicht gut, aber als ich gestern nach hause kam, hast du geschrien vor schmerzen, bist fast wahnsinnig geworden und hast dich immer und immer wieder hin und her geworfen.

ich hab solche angst um dich bekommen, und hab meine mamma angerufen. es hat nicht lang gedauert und sie war bei uns.
als wir die nummer vom arzt gefunden haben, hast du dich nichtmal gewehrt, als ich dich hochgehoben habe. sonst mochtest du das nie.
ich hab dich in die kleine box gesetzt, mit einem handtuch, damit etwas gewohnt riecht und damit ich dich vor der kälte da draussen beschützen kann.

auf der autofahrt zum notarzt ging es weiter. ich habe so sehr versucht, dich zu beruhigen und du hast so gegkämpft, ich bin so stolz auf dich.

das einzig schöne ist, dass du nicht allein warst, als es passiert ist.

dein kleiner körper hat gezittert und gezuckt, und obwohl ich wusste, dass es so weit ist, wollte ich es nicht wahr haben. mein kleiner liebling.

es hätte gar nicht mehr lang gedauert und wir wären da gewesen, vielleicht hätte dir der arzt etwas geben können, dass dir die schmerzen nimmt.

du hast noch ein klein wenig geatmet und ich habe die ganze zeit versucht, mit dir zu sprechen, dich zu beruhigen. für dich da zu sein, so gut es eben geht. vielleicht habe ich dir angst gemacht, weil ich so weinen musste.
immer weniger hast du geatmet, bis es irgendwann vorbei war.

aber weisst du, ich bin mir sicher, dass es dir jetzt besser geht. die schmerzen und deine angst hätte ich dir gern genommen in dem moment, du wusstest ja gar nicht, was da passiert mit dir.
ich konnte es nicht. ich hoffe, du bist mir nicht böse.

glaub mir, mein schatz, ich habe getan, was ich konnte.

das bild von dir, wie du da auf meinem schoss liegst, werde ich so schnell nicht vergessen.

es tut mir alles so schrecklich leid.

und trotzdem, ich glaube, du hattest ein tolles leben. ich habe noch keinen deiner art getroffen, der es so lang durchgehalten hat wie du.
hast du eigentlich gewartet, bis ich es schaffe, dich gehen zu lassen?

wenn ich jetzt nach hause komme, ist die wohnung viel zu still ohne dich.

du fehlst mir. jetzt schon. unendlich doll.

ich hab dich lieb, mein kleiner engel.


mickey, 2002-2012

Freitag, 16. November 2012

huch, letzter post am 03.11.? das muss sich dringend ändern, hier ist und war so viel los und zu tun und es ändert sich so vieles, aber ich geb mein bestes, so schnell wie möglich wieder zum schreiben zu kommen!!!

Samstag, 3. November 2012

desperate housewife.

okay. ich versuche (wirklich, wirklich!!) eine gute nachbarin zu sein, im treppenhaus bin ich immer freundlich, ich schalte den fernseher immer so leise, dass ich ihn selbst kaum höre, ich dusche, föne, staubsauge, mache und tue nur zu denen im mietvertrag angegebenen zeiten und mache automatisch sch!, wenn jemand abends zu laut redet oder geht.

vielleicht klingt das alles übertrieben, aber das hier ist mein zuhause und ich möchte mich gutstellen mit all den menschen um mich herum.

und jetzt?

heute morgen musste ich um vier uhr aufstehen, um pünktlich zur arbeit zu kommen. normalerweise ist das okay, ich gehe dann um acht, halb neun in's bett, damit ich nicht so müde bin.

folgendes szenario: es ist halb neun. ich sitze mit tee und jogginghose auf dem sofa und gucke noch ein bisschen the voice of germany (jaja, castingshows suck, blabla).
plötzlich ist irgendetwas furchtbar laut. unter die musik aus meinem fernseher mischen sich plötzlich beats, immer lauter und lauter. ich weiss nicht, wer in gottes namen in der wohnung neben mir abends the bosshoss hören muss, und vor allem nicht, warum.
aber so ist es nun, gut. ich sage nichts, schliesslich will ich ja auch ab und an ungestört feiern.

however, das aufstehen und arbeiten nach einer nacht mit fantastischen 4,5 stunden schlaf waren nicht sonderlich amüsant; ich schlafe in der bahn auf dem heimweg ein und plumpse, endlich zuhause, völlig erledigt auf's sofa. endlich ruhe!

pustekuchen.
die kleine, zuckersüsse maus unter mir (schätzungweise um die sieben jahre alt), bekommt einen ihrer berüchtigten schreianfälle. neeeeeeein!, kreischt sie. warte bloss, bis dein vater nach hause kommt!, brüllt die mutter zurück. ich schätze ihre erziehungsmethoden so sehr.

um das geschreie zu übertönen fangen meine nachbarn an, musik an zu machen und zu hämmern, zu bohren - was ihnen so einfällt. aber anstatt endlich etwas zu sagen, bin ich still und jammere auf meinem sofa vor mich hin.

seit circa 2 stunden schreit nun die kleine, meine nachbarn drehen völlig durch und ich habe die perfekte lösung. ich setze mir kopfhörer auf, stöpsle sie in den fernseher und gebe mir gilmore girls auf voller lautstärke. HAH.


ok, komm schon. noch fünf minuten und dann gehst du aber runter und sagst was!

wie ist das bei dir, hast du stille nachbarn, laute - oder bist du der hundsgemeine störenfried?

Donnerstag, 1. November 2012

maybe it's another chance to mock myself again.

und dann diese tage, an denen du die wahl hast: dich schlecht fühlen oder denken god damn, so what? i don't give a f**k.
wenn du die wahl hast, wähle immer die zweite option, denn ansonsten verlierst du dich in gedanken, die dir so ganz und gar nicht gut tun wollen. du suchst die schuld für dinge, die zu ändern nicht in deiner macht stehen und fragst dich den ganzen tag lang, was du falsch gemacht hast.

am besten triffst du noch jemanden, mit dem du dich gestritten hast, der dich dann wie müll behandelt und in deinem kopf sitzt ein kleines, dunkellilanes monster, dass dir immer wieder zuflüstert:
wer weiss, vielleicht ist all das deine schuld. vielleicht hast du ja doch falsch agiert und nun kommt alles auf dich zurück. glaub mir, schätzchen - das hast du dir gründlichst versaut.

in dem moment ist spätestens der punkt gekommen, an dem du das kleine monster packen solltest, am kragen, und es mit geballter kraft irgendwo gegen hauen, sodass es ja nicht zurück kommt zu dir.

das ist gerade jedenfalls mein plan. kill the monster.


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